Tatort

Blum und Perlmann | Bild: SWR/Peter Hollenbach

Klara Blum ermittelt am Bodensee, in ihrer Heimat Konstanz. Sie ist eine Kommissarin zum Anfassen. Eine Psychologin mit Witz, die Täter mit sanfter Intelligenz und Verführungskraft zur Strecke bringt. Sie operiert mit Vertrautheit, denkt sich in die Profile der Verdächtigen hinein, ahnt deren nächste Schritte, kommt ihnen zuvor.

Klara Blum ist harmonieorientiert. Sie bleibt keineswegs kalt angesichts der Spuren von Unverständnis und Schmerz, die ein Kapitalverbrechen hinterlässt. Eine Künstlerin der Verhörtechnik, zäh und unerbittlich. Von beeindruckender Kondition. Sie wird nicht müde, wenn es darum geht, die Hintergründe des Verbrechens zu durchleuchten.

Klara Blums Ehemann war ebenfalls bei der Konstanzer Kriminalpolizei, er wurde im Dienst erschossen. Seitdem lebt Klara allein in ihrem Haus am See.

Unterstützt wird sie von Kai Perlmann, ihrem jungen, aufgeweckten Kollegen. Zwei Lebenskonzepte begegnen sich hier. Perlmann liebt Coupés und lebt stets ein wenig über seine Verhältnisse. Es halten sich hartnäckige Gerüchte über die Höhe seines Dispokredites. Klara Blum hingegen steht zu ihrem ganz anderen Geschmack. Dem alten Japaner, den sie, zu faul, abends vor der Garage stehen lässt. Und ihren einsamen, mitunter zweisamen Salsa-Tänzen nachts auf der Veranda, an einem späten Sommerabend über dem Bodensee.